Der Gastronom und sein Service: Variationen

Am Anfang war die Idee: Mietkoch! Dann kam die Definition meiner Tätigkeit: Service! Ich überlegte, was ich den Kunden bieten möchte. Damit verbunden ist natürlich eine gewisse Grundeinstellung, wie ich den Begriff eines Gastronomen verstehe.

Für mich als Mietkoch war klar, dass ich den anspruchsvollen Kunden, die ich mit meinem Service begeistern will, zwar ein gewisses Gerüst bieten muss, Flexibilität dabei allerdings absolut gewährleistet ist. Nach fast 9 Jahren kann ich sagen, dass die von mir Bekochten mein Angebot gerne angenommen haben und ich, in vielerlei Hinsicht, wohl den Geschmack jener getroffen habe, die im Kochen und im Essen mehr sehen, als einfach nur ein notwendiges Übel zur Lebenserhaltung 😉 . Ich wollte und will mit meinem Mietkoch-Angebot ein besonderes Erlebnis zu Hause bieten und habe da wohl den richtigen Weg eingeschlagen.

Zu meiner Aufgabe als MietkochGastronom zähle ich auch eine intensive Kommunikation mit den Kunden, auch wenn ich inzwischen erleben musste, dass dies in Zeiten des Internets und eines stressigen Arbeitsalltags vieler Menschen nicht selten auf Überraschung stößt. Scheinbar ist diese Art des Services, wohl aufgrund eines höheren Zeitaufwands des Unternehmers, fast ausgestorben, was ich, gerade für meinen Bereich der Gastronomie, sehr bedauerlich finde. Dennoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass der überwiegende Teil meiner Kunden dankbar ist, wenn ich zum Beispiel getroffene Vereinbarungen schriftlich zusammenfasse, um damit Missverständnisse oder Unklarheiten auszuräumen.

Es gibt aber auch Gastronomen, die weit über das Ziel hinaus schießen, ihre Arbeit als kundenorientierten Service zu verstehen. So hörte ich inzwischen mehrfach und von verschiedenen Seiten, dass ein bekannter TV-Sternekoch, Gäste in seinem Restaurant darauf hinweist, dass ein weiterer Besuch nicht erwünscht ist, weil vom Teller des anderen probiert wurde!
Mag sein, dass so etwas kulinarisch-gesellschaftlich als „No Go“ gilt, aber gerade ich als Koch weiß, wie spannend es ist, in guten Restaurants essen zu gehen und unter Freunden, die alle etwas Anderes bestellen, um die Vielfalt der Küche erleben zu können, die ein oder andere Gabel zu tauschen. Auch DAS ist für mich „Erlebnisgastronomie“ 😉 ! Wenn sich nun ein professioneller Gastgeber erdreistet, seine Gäste mit einer Art „Hausverbot“ zu belegen, widerspricht dies aus meiner Sicht dem Service-Gedanken dieser Branche.

Ich finde, die Gäste sollen, bei aller noblen Umgebung und Respekt vor der Leistung der Küche und des Services, Spaß am Essen/Erlebnis haben und ein unverkrampftes kulinarisches Erlebnis genießen können. Wir brauchen uns wohl nicht darüber zu unterhalten, dass dieses „Hausverbot“ das gesamte positive Erlebnis der Gäste zunichte gemacht hat!

Im gleichen Haus soll es übrigens, ohne vorherige Information, ein Beratungs-Honorar in Höhe von 30,00 € auf der Rechnung geben, wenn der Chef die Gäste fragt, ob sie zufrieden waren und die sich bei ihm nach der Herstellungsweise eines Gerichts erkundigen. Es ist schon erstaunlich, was sich manche hochfliegende Köche erlauben 😯 , aber auf Dauer rächt sich ein derartiger Umgang!

Soweit die „Negativ-Berichterstattung“ zu diesem Thema und damit zu erfreulicheren Beispielen interessanter, kreativer Service-Kultur:

Ganz anders ist es, wenn ich von vornherein weiss, worauf ich mich bei einem Besuch in einem Restaurant einlasse, das eine bestimmte Philosophie verfolgt, die ich einfach mal erleben möchte. Da gibt es, um nur zwei Beispiele für ungewöhnliche und spannende Gastronomie-Projekte zu nennen, die Dunkel-Restaurants, in denen man sich, mangels Licht, allein auf die Tast- und Geschmackssinne verlassen muss (KLICK HIER) und ein Trend-Restaurant in New York, in dem das Sprechen während des Essens verboten ist 😆 . Selbstverständlich, und das sollte dann auch niemanden wundern, ist der Handy-Gebrauch ebenfalls ausgeschlossen (KLICK HIER). Kommunikation findet…anders statt!

Aber ich glaube, dass die Menschen, die eh einen ausgezeichneten Draht zueinander haben, einen schönen Weg der nonverbalen Kommunikation finden 😉 .

Vielleicht probieren Sie die gerade aufgeführten Erlebnis-Restaurants ja mal zu Hause aus, im Kreise von Freunden oder der Familie. Ich garantiere Ihnen, es wird ein unvergesslicher Abend 😀 !

In diesem Sinne…viel Spaß bei Ihrem nächsten Kulinarik-Erlebnis.

Weihnachtsgerichte 2013 von Cook-in-Action

Die AdventszeitWeihnachtszeit ist für Köche eine ganz besondere Herausforderung. Die Kunden wünschen sich in dieser feierlichen Zeit besondere Kreationen, spannende Gerichte, aber auch Klassisches darf auf dem Teller nicht fehlen.

Ab sofort können Sie bei mir für Ihre private oder betriebliche Weihnachtsfeier oder einen Koch-Event in der Adventszeit / Weihnachtszeit, spezielle Weihnachtsgerichte bestellen, die Sie mit einem KLICK HIER aufrufen können.

Viel Spaß bei der Auswahl!

Und jetzt noch ein besonderes Schmankerl:

10% – Rabatt auf die Service-Pauschale*

erhalten Sie, wenn Sie ab heute bis zum 10.November 2013 Ihren Advents-Koch-Event (Weihnachtsfeier, Familienfest, Freundestreffen etc.) auf einen Termin in der Adventszeit (30.11.-22.12.2013) fest buchen, dieser bisher noch nicht reserviert oder bereits gebucht ist und Sie dabei Ihr Menü ausschließlich aus den Weihnachtsgerichten wählen!

* = Der Gesamtpreis für einen Koch-Event setzt sich zusammen aus der Service-Pauschale, den Lebensmittelkosten und den Fahrtkosten!
Eine weitere Reduzierung der Service-Pauschale, z.B. mittels Einlösung eines weiteren Rabatt- oder Ermäßigungs-Gutscheins auf die Service-Pauschale, ist nicht möglich. Es ist immer nur EIN Rabatt pro Auftrag möglich!

Mietköche bei Stern TV – Zu teuer???

Christian Pukownik vor dem Schriftzug RuhrgebietEs war wieder einmal soweit: Im TV-Magazin „Stern TV“ wurden Mietköche getestet (KLICK). Diesmal waren die Medienmacher gnädig und berichteten eher über positive Beispiele, statt über negative!

In der Vergangenheit hatte RTL schon öfter Mietköche unter die Lupe genommen und Probe-Essen inszeniert, um die Arbeit der Köche vor Ort beim Kunden zu dokumentieren. Dabei kamen teils erschreckende und ekelerregende Ergebnisse heraus, die später in Internetforen heiss diskutiert wurden, weil sie so dermaßen an den Haaren herbei gezogen schienen, dass man dem Sender vorwarf, ein Extrem-Beispiel inszeniert zu haben! Dies wurde von Senderseite aber vehement bestritten.

Im aktuellen Fernseh-Beitrag werden die Kosten für einen 2-Personen-Koch-Event kritisiert. Diese beliefen sich bei dem am besten bewerteten Mietkoch auf 355,00 € und die Redaktion von Stern TV war der Meinung, damit lasse sich auch ein Restaurant-Besuch mit mehreren Personen absolvieren.

Stimmt! Stellt sich mir nur die Frage, ob der Restaurant-Besuch um die Ecke den gleichen „Effekt“ hat, wie der Profi-Mietkoch, der ein hochwertiges Menü zu Hause zubereitet? Dass ein Kunde sich nicht jede Woche einen Mietkoch wird leisten wollen, ist, denke ich, eine sehr logische Sache und der Mietkoch ist und bleibt eben etwas sehr Besonderes, mit dem sich Viele einen ganz besonderen Tag zu Hause krönen möchten.

Und was ist überhaupt mit der momentan in der Gesellschaft laufenden Diskussion rund um Qualität und der „Geiz-ist-geil“-Mentalität??? Einerseits wünschen wir uns Qualität, andererseits soll es (immer noch) so billig wie möglich sein??? Und das soll, gerade im Lebensmittel-/Gastronomie-Bereich gehen? Da haben Einige aber den Pferdefleisch-Skandal allzu schnell wieder verdrängt, oder? 🙂

Im Übrigen, rechnen wir doch einmal aus, was am Ende des Tages für den Mietkoch übrig bleibt:

Nach Abzug der Umsatzsteuer (19%) bleiben von den 355,00 € noch 298,31 €. Lebensmittel sind ja ein wichtiger Bestandteil und bei einem guten bis sehr guten Menü rechne ich hier ca. 80,00 €, bleiben 218,31 €. Für die Fahrtkosten ziehe ich pauschal 18,31 € ab, um auf glatte 200,00 € zu kommen, vorausgesetzt der Kunde wohnt in der Nähe des Firmenstandortes des Mietkochs. Damit haben wir eine feine, glatte Summe.
Ausgehend von einem hochwertigen Menü, für das eine gewisse Vorbereitungszeit benötigt wird, einer entspannten Menüfolge beim Essen und dem anschließenden Aufräumen und Säubern der Küche (welcher Handwerker macht das heute eigentlich sonst noch??? 😕 ), beträgt die Arbeitszeit vor Ort etwa 4 Stunden. Addieren wir die Fahrtzeit hinzu, den Aufwand für die Einkäufe, die Arbeiten im Hintergrund, wie Angebot schreiben, Kalkulation, Erstellung der Einkaufsliste etc., kommen wir locker auf einen vollen Arbeitstag. Dazu sollte bedacht werden, dass selten mehr als ein Koch-Event am Tag umsetzbar ist.

Gehen wir bei durchaus realistischer Annahme von 8 Arbeitsstunden für dieses Essen aus, kommen wir auf einen Stundensatz von 25,00 €. Ich denke nicht, dass das für einen Selbstständigen zu hoch ist, denn wir dürfen die Abgaben und den hinter dem Gewerbe stehenden Kostenapparat nicht vergessen. Rücklagen für die Rente gehören genauso zu den Kalkulationsfaktoren, wie die Krankenversicherung und der Steuerberater, der die Buchführung und den Jahresabschluß erledigt. Und schließlich muss ja auch die Zeit kalkuliert und vergütet werden, die ein Koch z.B. mit der Kreation neuer Menüs verbringt und in der er nicht mit Aufträgen beglückt ist 😉 . Letztendlich freue ich mich als Mietkoch auch noch darauf, mir von meinem verdienten Geld ab und zu auch etwas zu Essen kaufen zu können :mrgreen: .

Wer also meint, die 355,00 € wären viel zu hoch gegriffen, der sollte sich noch einmal der kaufmännischen Kalkulation zuwenden und wer meint, von diesem Betrag könne man mit mehreren Freunden „fein essen gehen“, der sollte weder den Pizzamann um die Ecke, noch das Grill-Restaurant in der City mit der Leistung und dem Event-Charakter eines Mietkochs vergleichen! Und wenn wir schon von „fein“ sprechen, sollte es dann auch tatsächlich ein Restaurant sein, dass diese Bezeichnung wirklich verdient!

Kommentare, auch zu diesem Beitrag, sind wie immer gern gelesen… 😉

Einladung zum Feinschmeckertag am 24.Mai 2013

Ladengeschäft Feines bei Feuerstein, Bochum-CityLiebe Kundinnen und Kunden

Am 24.Mai 2013 nehme ich am Feinschmeckertag von „Feines bei Feuerstein“ im Ladengeschäft in der Bochumer City teil.

Von 13:00 bis 21:00 Uhr können Sie viele neue Produkte des Ladens probieren. Ich empfehle Ihnen die vorzeitige Anmeldung bei „Feines bei Feuerstein“ (HIER), damit entsprechend disponiert werden kann. Selbstverständlich können Sie an diesem Tag auch spontan vorbei kommen und kostenlos probieren…

Christian Pukownik vor dem Schriftzug RuhrgebietAm Feinschmeckertag habe ich die Gelegenheit, den Besuchern des Geschäftes  meinen Mietkoch-Service vorzustellen. Sofern Sie mich also einmal persönlich kennenlernen oder für eine demnächst stattfindende private oder geschäftliche Feier ein Angebot erstellt bekommen möchten, ist dies ein Grund mehr, „Feines bei Feuerstein“ am kommenden Freitag zu besuchen.

Selbstverständlich habe auch ich etwas für Sie vorbereitet, als Highlight zum Beispiel einen in Wodka und Orange hausgebeizten Lachs. Aber das ist noch nicht alles 😉 Lassen Sie sich überraschen!
Weiterhin kann ich Ihnen praktische Tipps und Infos zu Möglichkeiten der Zubereitung und Verwendung der herrlichen, köstlichen Vielfalt Feuersteinscher Produkte geben. Lassen Sie sich von mir inspirieren und schauen Sie sich im Laden um und … genießen Sie!

Nutzen Sie diese Möglichkeit bei einem Besuch zu einem persönlichen Treffen und lernen Sie mich und meine Einsatzmöglichkeiten als Mietkoch kennen. Ich freue mich auf Sie.

Herzliche Grüße aus Bochum,

Christian Pukownik

Ende der Grillzeit – Start der Grillsaison!

Langsam wird es wärmer und der Einzelhandel läutet in den aktuellen Werbe-Prospekten die Grillsaison 2013 ein. Vorbei ist jetzt die Zeit der Anfragen nach Grill-Events bei Eis und Schnee! Wie…bei Eis und Schnee, fragen Sie sich jetzt gerade??? Ja, es scheint tatsächlich ein Trend zu sein, auch im Winter saftiges Fleisch und frischen Fisch über der glühenden Holzkohle zu garen.

Ehrlich gesagt kann ich diesem Trend nichts abgewinnen und ich denke auch nicht, dass die Nachfrage nach derartigen Koch-Events in den Wintermonaten nachhaltig sein wird. Im Übrigen sehe ich solche Veranstaltungen als Mietkoch, der bei -6°C Aussentemperatur und eventuellem Schneefall grillen soll, kritisch im Hinblick auf meine Gesundheit. Und ich frage mich natürlich auch: Fühlen sich die eingeladenen Gäste bei derartigen Events wirklich wohl???

Aber nun ist fast Mai und wir können uns wohl langsam getrost der warmen Grillsaison zuwenden und die Wintergedanken endlich vertreiben. Hoffentlich 😉 !

Gerade im Mai, dem Monat mit so vielen Feiertagen, den blühenden Gärten und der aufkommenden Frühlingswärme, bekommen die Menschen endlich wieder Lust nach draußen zu gehen und was liegt näher, als die angenehm warme Zeit mit dem „Angrillen“ im Kreis von Freunden zu verbringen?

Das Grillen ist die wohl „freieste“ Form des Kochens und die natürlichste zugleich. Fleisch, Fisch und Gemüse über dem offenen Feuer garen, so wie es schon unsere Vorfahren taten, als es noch keine Elektro-, Gas- oder Induktionsherde gab…herrlich, oder? „Back to the roots“ ist so gesehen das unterschwellige, nie ausgesprochene Motto eines jeden Grill-Events.

Als Mietkoch werde ich immer öfter gebeten, neue, interessante Fleisch- und Fischsorten, Marinaden, Dipps und Gemüsearten jenseits der „konventionellen“ Zubereitungen zum Grillen vorzuschlagen. Und doch komme ich immer wieder zurück zum Altbewährten, das aber immer noch eine schier unendliche Möglichkeit von neuen Geschmacksvarianten und Zubereitungsarten ermöglicht. Wie sollte auch zartes, leicht fettdurchzogenes Fleisch von Rind, Lamm oder Schwein ersetzt werden können? Gut, Nackensteaks vom Iberico-Schwein, ein Filetsteak von Bison oder Wasserbüffel oder ein Seeteufel-Filet im Bananenblatt gegart, sind sicher interessante Nobel-Alternativen zum bereits Bekannten.

Und beim Gemüse? Muss es immer Zucchini, Aubergine oder Champignon sein? Wie wär`s mal mit Ochsenherz-Tomatenscheiben, garniert mit Minzblatt und Ziegenkäse? Gerade im Mai und Juni eignet sich auch Spargel für den Grill. Einfach im Ganzen roh auf den Grillrost legen, vielleicht eingewickelt in rohem oder gekochten Schinken oder Rauchlachs und dann langsam vor sich hin garen lassen. Alternativ schneiden Sie Spargel und Möhre mit einem Sparschäler in Scheiben, legen diese aufeinander und rollen beides zusammen. Wer mag bestreicht das Ganze vorher noch mit Bärlauch-Pesto.

Bei den Dipps und Grillsaucen werden asiatisch angehauchte Geschmacksvariationen immer beliebter. Ob mit Curry gewürzt, süß-sauer oder mit Kokosmilch abgeschmeckt, der Asia-Style passt zu allen Fleisch-und Fischsorten. Ansonsten sind Kräuter-, Knoblauch-, Avocado-, Tomaten-Oliven- oder fruchtige Dipps, wie der klassische Mango-Curry-Dipp, beliebt.

Apropos würzen: Dem Gargut einen feinen Frischegeschmack verleihende Gewürze und Kräuter sind auf jeden Fall zu bevorzugen. Eine ganze Forelle oder Dorade auf einem provencalischen Kräuterbett, mit etwas Weißwein übergossen und grobem Salz und Pfeffer gewürzt, ein oder zwei Spritzer Zitrone dazu und dann die Alufolie dicht verschließen. Ab auf den Grill und etwa 10 Minuten von jeder Seite garen. Allein schon der Duft des Dampfes, der beim Öffnen des Päckchens entweicht, sind die Mühe der Vorbereitung und die Wartezeit wert. Probieren Sie auch einmal Zitronengras und die inzwischen fast überall erhältlichen Aromasalze aus.

Als Grillfisch eignen sich natürlich die festfleischigen Sorten am besten. So sind Thun- und Schwertfisch, Seeteufel und Garnelen zu bevorzugen. Aber auch die oben bereits angesprochenen ganzen Fische, wie Sardinen, Forelle oder Dorade, sind auf dem Grill ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Spannend ist auch Räucher- oder Rauchsalz, das natürlich nicht nur zu Fleisch und Fisch, sondern auch zu Gemüse passt.

Bleibt noch das Dessert. Die Grillhitze kann über gefüllte Aluschalen Puddings oder Clafouties garen. Früchte am Spieß werden auch immer gern gewählt und stellt man einen Topf mit flüssiger Schokolade zum Überziehen der Früchte daneben, begeistert diese Dessert-Variante auch den letzten Zweifler! Versuchen Sie statt der Schokolade doch auch einmal diverse Varianten des Honigs. Beachten Sie aber, dass frisches Obst beim Erhitzen süßer wird. Dosieren Sie den Honig also entsprechend vorsichtig.

Damit sollten genügend Hinweise und Ideen für den nächsten Grill-Abend gegeben sein. Wie ich schon schrieb: Die Zahl der Variationen ist schier unbegrenzt, als: Viel Spaß beim Experimentieren und ausprobieren 😉

 

Köche, Mietköche & Medien

Wer sich mit den Medien einlässt, sollte „vorsichtig“ sein und damit meine ich, dass eine Berichterstattung nicht immer so erfolgt, wie sich der Unternehmer dies gewünscht oder vorgestellt hat. Das kann für den, über den berichtet wird, ganz schnell nach hinten los gehen, denn ausschließlich die Quote ist bei den Medien der entscheidende Faktor, erst recht bei den Privat-Sendern. Da kann es schon mal passieren, dass das Ergebnis, von dem eine positive Aussenwirkung erhofft wurde, plötzlich negative Folgen für das Unternehmen hat. Geschickte Schnitte des Videomaterials zum Beispiel, wie das Zusammensetzen eigentlich zusammenhangsloser Bilder oder Kommunikationsfetzen, können das möglich machen! BEISPIEL 1 BEISPIEL 2

Einen intensiven Einblick in die (TV-)Medienarbeit bekam ich während eines sechsmonatigen Praktikums bei einem regionalen Fernseh-Sender. Dort konnte ich die Art kennen lernen, wie Nachrichten und Reportagen entstehen und wie schnell diese in eine gewisse Richtung „manipuliert“ werden können. Seit diesem Zeitpunkt bin ich im Umgang mit Medien sehr vorsichtig geworden.

Nach zwei Anfragen der Fernseh-Sender VOX und RTL II, die ich ablehnte, weil ich mich mit den geplanten Sendeformaten bzw. dem anzusprechenden Zielpublikum überhaupt nicht identifizieren konnte, und einer Anfrage seitens des ZDF, das mich dann kurzfristig (mit den Gästen) hängen ließ, habe ich die Nase voll von derartigen Kooperationen.

Zum Glück leben wir in Zeiten des Internets und jeder Einzelne hat heute mit einer einfachen Video- und PC-Ausstattung die Möglichkeit, in Verbindung mit ein wenig Kreativität, seinen eigenen medialen „Sender“ aufzubauen. YouTube, Twitter, Google+ und andere soziale Netzwerke unterstützen einen gerne dabei, erst recht, wenn das Kreativ-Potenzial so groß ist und das gewählte Thema spannend genug erscheint, dass auch diese Netzwerke von einer Kooperation  gewinnbringend profitieren können.

Ich bin keinesfalls so „mediengeil“, dass ich auf jeden anrauschenden Zug, der mich mitnehmen will, aufspringen müsste, nur um ein wenig mehr in der Öffentlichkeit zu stehen. Zudem habe ich mir genügend Koch-Shows angeschaut, mit vielen Kunden darüber gesprochen und erkennen müssen, dass diese Sendungen eher zur Unterhaltung als zum Nachkochen genutzt werden. Und ich bleibe doch lieber Koch, als Showstar werden zu wollen 😉 .

Auch ist die Gefahr, durch eine solche Sendung zur Witzfigur werden zu können, nicht gerade gering und dann frage ich mich, ob dieser Koch jetzt wegen seines Könnens in der Küche vor der Kamera steht oder weil er singen, tanzen, trommeln, witzelnd moderieren oder malen kann? So scheint mir auch, dass man heute immer häufiger nicht mehr als Küchen-Fachmann angesehen wird, sondern vielmehr die Erwartung an andere, zusätzliche Unterhaltungs-Fähigkeiten eines Kochs in den Vordergrund geraten. Das mag ein Hauptgrund dafür sein, dass wir so ausgezeichnete Köche, wie beispielsweise Nils Henkel oder Harald Wohlfahrt, fast nie in den bekannten Koch-Sendungen zu sehen bekommen, weil sie sich auf das Wesentliche konzentrieren: Die Kochkunst in ihren Betrieben und die Fixierung auf die Zufriedenheit ihrer Gäste!

Aber zurück zu meiner Kritik an den Medien. Auf RTL II gibt es die Sendung „Die Kochprofis“. Nun ist es den drei Köchen aktuell passiert, dass sie von den Gastronomen, denen sie „helfen“ sollten, raus geworfen wurden (KLICK HIER)! OOOOPS! :mrgreen: Der TV-Sender wird die Folge wohl dennoch zeigen und kann sicher mit einer guten Quote rechnen. Die Art, wie RTL II auf den Rauswurf dieser „Kochstars“ reagierte, lässt die Richtung erahnen, in die diese Folge der „Kochprofis“ gehen wird. Der Gastronom habe „die Hilfe der Köche wohl nicht annehmen wollen“, so der Wortlaut aus oben verlinktem Artikel. Ganz ehrlich: Wenn das stimmt, dass die Köche nicht gerade freundlich und wirklich interessiert aufgetreten sind, hätte ich sie sicher auch raus geworfen!

Ich bin gespannt darauf, wie dieser Gastronom aus Österreich in der Sendung dargestellt werden wird. Unabhängig davon, wie er seinen Betrieb führen mag, tut er mir ehrlich gesagt jetzt schon leid. Die Zuschauer bekommen einen Eindruck von ihm vermittelt, ohne dass der Wirt noch einmal eine Stellungnahme dazu wird abgeben können…ausser auf seiner Facebook-Seite 😉 . Aber wer hinterfragt schon großartig, was da zu sehen war??? TV-Sendern glauben „wir“ doch allzu oft das, was berichtet wurde, weil die Mehrheit der Zuschauer nicht weiss oder nicht wahrhaben will, was ich im regulären Medienbetrieb kennen gelernt habe… 😉

Aber auch Mietköche waren schon Gegenstand der Berichterstattung von quotengeilen Sendeformaten. Vergessen werde ich nie den Auftritt eines Küchenchefs, der in der Sendung Stern TV (damals noch mit Günter Jauch) meinte, diese Mietköche seien doch wohl eher Köche, die fachlich nicht allzu versiert seien. Zuvor waren drei Mietköche im Einsatz (gefilmt mit versteckter Kamera) gezeigt worden, von denen nur einer wirklich eine gute Leistung ablieferte. Ein Mietkoch, der zum Thema auch etwas hätte sagen, „unsere“ Berufsehre hätte verteidigen können, war nicht eingeladen worden! Sehr einseitige Berichterstattung!!!

Und nach einem weiteren TV-Bericht, einige Jahr später, über ein „unglaubliches Schwein als Mietkoch“ (LINK ZUM ARTIKEL V O R S I C H T, nicht anklicken, wenn Sie sich nicht ekeln möchten!), hatte ich sogar einen Kunden, dessen Mutter ich (als Geburtstags-Geschenk) bekochen sollte und die die besagte Sendung im TV gesehen und sich anschließend sehr ablehnend meinem Berufsstand gegenüber geäussert hatte. Der Auftrag ging wegen des Berichts über diesen unmöglichen Mietkoch verloren. Im Internet wurde nach Ausstrahlung dieser Sendung in diversen Foren diskutiert, ob diese Sendung nicht vom Sender gefaked worden sei. Niemand konnte sich eine solche Unmöglichkeit vorstellen!

Auf der einen Seite finden wir also die Medien, die natürlich gerne quotenträchtige Sendungen zeigen, frei nach dem Motto, je ekeliger, desto besser und auf der anderen Seite die Köche, die, wenn nicht vor versteckter Kamera, sich einen gewissen „Mehrwert“ von einem Bericht über sie erhoffen. Was im Endeffekt daraus wird, ist reine Vertrauenssache. Ich persönlich habe, was das angeht, den Medien gegenüber leider kein Vertrauen (mehr)! Sicher gibt es auch zahlreiche positive Beispiele, wie die TV-Karrieren von Cornelia Poletto, Steffen Henssler oder Alfons Schuhbeck beweisen.

Mag jeder seine eigenen Erfahrungen machen, ich konzentriere mich in den nächsten Monaten auf den Aufbau (m)eines YouTube-Video-Kanals und freue mich dann über zahlreiche Zuschauer/innen und Follower 🙂

Natürlich interessiert mich auch Ihre/Eure Meinung zum Thema. Nutzt das Kommentarfeld.